Das Kloster

Das ehemalige Benediktinerkloster Frauenzell, Gemeinde Brennberg, im Landkreis Regensburg, geht auf eine Einsiedelei zurück. Um 1312 ließen sich zwei Bürgersöhne aus Straubing und aus Donaustauf in den Wäldern bei Brennberg nieder. Der damalige Graf Reimar IV. von Brennberg stiftete den beiden einige Jahre später an der Stelle des heutigen Klosters Grund für den Bau von Zellen und Kirche.

Über die Jahrhunderte erlebte das Kloster erst bis in 15. Jahrhundert eine Blüte, in der Zeit der Reformation verfiel das Kloster allerdings. Erst der Regensburger Bischof Kardinal Herzog Philipp stellte 1582 das verlassene Kloster wieder her, allerdings wurde es bereits im 30-Jährigen Krieg wieder mehrmals verwüstet. Das 18. Jahrhundert brachte dem Kloster noch einmal eine letzte Glanzzeit, der damalige Abt begann nach 1721 mit dem sukzessiven Neubau der durch Alter und Krieg baufälligen Klostergebäude und der Kirche. 1803 wurde die Abtei Frauenzell im Zuge der Säkularisation durch den bayerischen Staat aufgehoben. Ein Teil der Gebäude wurde zur Unterbringung der Schule und der Pfarrei verwendet die anderen wurden an Dorfbewohner verkauft. Bis heute ist dies so geblieben, das ehemalige Kloster Frauenzell ist im kirchlichen kommunalen und bürgerlichen Besitz.

Das Gebäudeensemble steht unter Denkmalschutz und ist als bedeutsames Denkmal eingestuft und in die sogenannte Haager Liste eingetragen. Denn „insgesamt gesehen reiht sich die ehemalige Benediktinerabtei Frauenzell in die Gruppe der Klosterbauten ein, die in sich eine lange Tradition des Ortes mit einer künstlerisch besonderen Gestaltung vereinen und sich daher bis heute als kulturelle Inseln in einem sich verändernden Umfeld behaupten können. (BlfD)

Die räumlichen Qualitäten des Klosters werden heute nur wenig genutzt. In der Klosteranlage mit Innenhof und Kirche wurden in den vergangenen Jahren unregelmäßig Konzerte, Sonderausstellungen und Märkte veranstaltet. Mit dem Auszug des Archivs des Diözesanmuseums werden ab 2023 weitere Räume des Klosters ungenutzt sein.